CSU-Kreisverband Traunstein
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Neuigkeiten
19.01.2017, 09:13 Uhr | Andreas Wittenzellner
Wieder auf das Positive in diesem Land besinnen
Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbands bildete Abschluss des Festjahres
Zum traditionellen Neujahrsempfang lud der CSU-Kreisverband Traunstein am Montag Abend in das Strandkurhaus in Waging ein. Die Festveranstaltung, die wieder von vielen geladenen Gästen aus der Kommunalpolitik, Behörden, Organisationen, Verbänden, Wirtschaft und Kirchen besucht wurde, bildete zugleich den Abschluss des Festjahres der heimischen CSU. Blickt der Kreisverband doch auf eine 70-jährige Geschichte zurück.
Heiteres und Nachdenkliches bekamen die Gäste zu hören. Von Links: Moderator Karlheinz Kas, MdL Klaus Steiner, Landtagspräsident a.D. Alois Glück, MdB Dr. Peter Ramsauer, Landrat a.D. Hermann Steinmaßl und Landrat Siegfried Walch.
Waging am See - Und so ging es in der Festveranstaltung weniger um die Abrechnung mit den Positionen der politischen Konkurrenz als vielmehr um die Rückschau in die eigene Geschichte und die Besinnung auf die eigenen Positionen und Stärken. Dass es gleichwohl festlich wie auch humorvoll zuging sorgte Moderator Karlheinz Kas, dem es gelang den Spannungsbogen der knapp dreistündigen Veranstaltung hoch zu halten und die Anwesenden mit humorvollen Anekdoten aus dem politischen Leben der heimischen Spitzenpolitiker ein ums andere Mal zum Schmunzeln und Lachen brachte. Kreisvorsitzender Klaus Steiner ging auf die landesweite Geschichte der nach Beendigung des 2. Weltkriegs gegründeten Christlich-Sozialen Union ein, die seit 1957 ununterbrochen den Ministerpräsidenten in Bayern stellt. Seien doch die späteren Gründer der CSU, Dr. Josef Müller und Alois Hundhammer neben anderen mutige Männer des Widerstands gegen Hitler gewesen und hätten damit ihr Leben riskiert. Sehnsucht nach Frieden und Freiheit, eingebettet in einer sozialen Marktwirtschaft seien im Wiederaufbau des Landes ihr Ziel gewesen, was nach Kriegsende in die Gründung der CSU mündete. Im Landkreis Traunstein wurde der Kreisverband der CSU 1946 gegründet. Rückbesinnung auf Positives Er ermutige die Anwesenden, sich auf den Optimismus und die Zuversicht der Gründungsväter der Partei zu besinnen, die mit anderen aus demokratischen Parteien Deutschland aus dem moralischen und faktischen Trümmerfeld des Nazi-Regimes aufgebaut hätten. „Wir müssen uns wieder auf das Positive in diesem Land besinnen. Dann können wir auch die aktuellen Herausforderungen angehen und lösen“ so der heimische Landtagsabgeordnete, der gleichzeitig betonte, dass er aktuelle Probleme wie Zuwanderung und Innere Sicherheit nicht ignorieren wolle. Er bedankte sich zum Abschluss seiner Eingangsrede gleichermaßen bei ehrenamtlichen wie auch hauptamtlichen Helfern und Beschäftigten, nannte explizit Polizisten und Mitarbeiter im sozialen Bereich und schloss dabei auch die heimischen Unternehmen ein, die für ein hohes Verantwortungsbewusstsein stünden. Talkrunde mit heimischer Führungsspitze Moderator Karlheinz Kas holte sich im Nachgang die heimische CSU-Führungsspitze auf die Bühne, die das Parteigeschehen in der Region in Vergangenheit und Gegenwart wesentlich mit bestimmt hat. Zu seiner Zeitreise lud er sich Kreisvorsitzenden Steiner, Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer, Landrat a.D. Hermann Steinmaßl und Landrat Siegfried Walch auf die Bühne. So manche “politische Schlacht“ sei in dieser Zeit geschlagen worden und das eine oder andere Mal traten die Spitzenvertreter auch gegeneinander an, wie beispielsweise Ramsauer und Steinmaßl, die sich in den 1990er Jahren beide um das Mandat als CSU-Spitzenkandidat bewarben. Ramsauer, dessen Weg nach Berlin führte, betonte aber trotz der direkten Konkurrenz: „Wir sind engste Freunde geblieben.“ Das sah auch Steinmaßl so: „Wir haben uns immer unterstützt.“ Ramsauer machte deutlich, dass er im Hintergrund intensiv dafür geworben habe, dass das Kloster Seeon neue Heimat für die CSU-Klausur werde. „Der Geist von Seeon ist geboren“ betonte er mit Blick auf die Klausur vor wenigen Wochen. Steiner machte deutlich, dass im Tagesgeschäft des Landtags auch das eine oder andere Ministerium „trickse“, er sei froh, dass er seit Jahrzehnten im politischen Geschäft stehe und auf eine vielzahl von Erfahrungen zurückblicken könne. Landrat Walch hatte Lob für seinen Vorgänger Steinmaßl übrig und betonte: „Er hat mir den besten Landkreis übergeben, den es überhaupt gibt.“ Dies werde auch durch das Top Ranking deutlich, in das der Landkreis im nationalen Vergleich der Landkreise aufgestiegen sei. „Es ist ein hoch erfolgreicher Landkreis aber wir müssen uns alle anstrengen“ so Walch. Zwar stünde die Wahl derzeit nicht an, aber auf das Nachbohren des Moderators betonte Walch dass er die Position eines Landrats in Traunstein nicht als Durchgangstation ansehe. „Natürlich trete ich in drei Jahren wieder an.“ Der Moderator ging in einer zweiten und dritten Fragerunde an die Tische. Der langjährige Vorsitzende des Kreisverbands, Georg Klausne,r konnte dabei für eine Mitarbeit in der Seniorenunion werben, wenngleich er einräumen musste, dass Viele der Anwesenden vom Alter her gut in die Gruppe passen würde: „Aber es fühlt sich halt keiner als Senior in dem Raum.“ Daneben kam die Vorsitzende der Frauenunion, Magdalena Obermayer und JU-Vorsitzender Konrad Baur zu Wort, die über eine gute Zusammenarbeit innerhalb der heimischen CSU berichteten. „Spezelstreit“ in der CSU nichts ungewöhnliches Monsignore Thomas Schlichting gab zum Ende der Festveranstaltung noch Humorvolles und Doppelsinniges an die Zuhörer weiter und fragte schmunzelnd die heimischen CSU-Vertreter vor dem Hintergrund der Einladung eines Pfarrers als Redner: „Schwächelt ihr jetzt, dass ihr schon einen Pfarrer holen müsst?“. In seiner historischen Rückschau las er den aufmerksamen Besuchern Auszüge aus dem Parteiprogramm der CSU kurz nach ihrer Gründung vor – nur um dann süffisant anzumerken, dass dies in Wirklichkeit das Programm der Bayernpartei war. Dass es in der CSU von Anfang an streitbare Geister gab, machte er mit dem Satz deutlich: „Die haben auch schon 1948 in der CSU gestritten.“ Den Spezelstreit werde Bundeskanzlerin Angela Merkel nie verstehen, weshalb sie die CSU „nie wirklich begreifen werde.“ In seiner Rede hatte er dann doch noch eine Empfehlung für das Wahljahr 2017 parat: Es fehle noch die nötige Fein(d)abstimmung so der Monsignore, der sich schon des öfteren als Fastenprediger einen Namen gemacht hat. Dem Kreisverband und seinen verantwortlichen Akteuren wünsche er zum 70. Geburtstag Weitsicht. Die Tagespolitik trat beim Neujahrsempfang vor dem Hintergrund des Abschlusses der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des CSU Kreisverbandes Traunstein etwas in den Hintergrund. Letztlich wurden aber viele Positionen in den Statements zusammengefasst, die sich in den drei Schlussliedern wiederfanden. Sangen die Anwesenden vollmundig doch gemeinsam die Bayern- und die Deutschlandhymne bevor das junge Blechbläserquintett „Grass Brass“ mit der Europahymne noch ein politisch-musikalisches Statement zum Ausklang spielten. Traditionell nutzen die Anwesenden den Neujahrsempfang im Nachgang für den langanhaltenden politischen Dialog in persönlichen Gesprächen.